Hallo zusammen,
ich war auch an der von Obi beschriebenen Diskussion in der F1-Serienlieitergruppe beteiligt, und ja, sie war sehr intensiv. Lasst mich daher meine Gedanken aus der Diskussion zusammenfassen:
Ich denke das Ziel eines jeden Fahrers in der RRL sollte es eigentlich sein, irgendwann in der jeweils höchsten Serie seines favorisierten Spieles zu fahren, sozusagen in der 1.Bundesliga oder in der Champions-League. Für den einen ist es früher, geht es schneller, für den anderen dauert es länger und ist vielleicht sogar undenkbar. Denn nur einige der aktiven Fahrer schaffen es tatsächlich bis dahin, d.h. je Saison sind es 20 bis 25 Fahrer, und hier geht es mir wie vielen anderen Fahrern auch: ich habe es bisher auch (noch) nicht dorthin geschafft, aber ich arbeite daran.
Aber, und das sollte JEDEM in der RRL klar sein, diese Liga funktioniert nicht nur wegen den A-Serien. Auch die Fahrer aus den unteren Serien sind sehr wichtig für die RRL. Sagen wir es so: die schönsten und die größten Häuser können nur auf einem festen Fundament erbaut werden. Und das bedeutet, dass die Teilnahme an einer B- oder C-Serie keinen minderen oder schlechteren Stellenwert haben darf, wie die Teilnahme an einer A-Serie. Trotzdem sollte ein Sieg je nach Serie durchaus anders gewichtet werden, d.h. dass ein Renn-Sieg in der A-Serie schwieriger ist, als in der C-Klasse ist dabei nicht ausschlaggebend. Das Niveau in den unteren Serien ist von Natur aus niedriger und dem Stammfahrer in der C-Serie fällt ein Renn-Sieg genauso schwer, wie den Fahrern der B- und A-Serie, aber ist es 1:1 vergleichbar? Ich bin da unschlüssig, aber trotzdem ist es durchaus besonderer, ein Rennen in der A-Serie zu gewinnen. Die dortige Konkurrenz ist nun mal stärker und der Anspruch ist höher. Der Ansatz die Sieger und die Teilnehmer der A-Serien anders und besser zu belohnen, ist für mich genau der richtige, um die Attraktivität der obersten Klassen zu erhöhen.
Pokale für die Top-3 der A-Serien, goldene Medaillen für die restlichen A-Teilnehmer (gerne mit Urkunden, warum nicht), silberne Medaillen für die B-Serien (auch hier mit Urkunden) und bronzene für die restlichen Serien (ebenfalls mit Urkunden). Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, kann man m.E. auf einen gesonderten Druck auf den Medaillen (für die Plätze verzichten), nehmt das gesparte Geld lieber für die Top-Fahrer der B- und C-Ligen, die zur Halbzeit durch eine Überarbeitung der Einteilung in die höhere Serie wechseln DÜRFEN!
Und wenn es von Anfang festgelegt wird, und wenn es somit jedem Teilnehmer bewusst ist, dass er in die höhere Liga versetzt werden kann, weil er es sich in der ersten Häfte der Saison einfach verdient hat, wird dies dann auch NICHT als Bestrafung oder Schikane angesehen, sonder eher als ein Lob und ein Zeichen des Respekts für die erbrachte Leistung.
Dass es so zu Verschiebungen im Teilnehmerfeld der Serien kommen kann, macht das ganze am Ende doch auch wieder spannender und durchaus gerechter für den Rest der jeweiligen Serie, oder?
Jetzt und so kommen wir zu dem für mich viel größeren Problem, dass wir in der RRL haben: der Fahrer-Schwund (nicht nur in den A-Serien), der auch dieses Jahr nach Mitte der Saison zunimmt.
Wir müssen ein System finden, dass es für jeden B- oder C-Fahrer ausgesprochen interessant macht, auch mitten in der Saison die Serie nach Oben zu wechseln. Obi hat von 80% der Punkte gesprochen, die dann mitgenommen werden können, wobei ich nicht weiß ob das den Fahrern der höheren Serie gerecht wird, die dann "plötzlich" hinter dem Aufsteiger in der Tabelle auftauchen. Das macht die Sache genauso schwierig, wie das Gefühl für den Aufsteiger, der bis Gestern noch um einen Titel gefahren ist und Heute im schlechtesten Fall am Ende der höheren Klasse wiederzufinden ist. Der Frustfaktor darf dabei nicht größer als der Spaßfaktor sein, es muss also für den "Aufsteiger" ebenfalls ein gewisser Anreiz geschaffen werden. Vielleicht ist es ja denkbar, dass man die Punktevergabe von A- über B- bis hin zur C-Serie anders staffelt. A-Serie dreifache Punktzahl, B-Serie doppelte Punktzahl, C-Serie einfache Punktzahl und bei Verschiebung in eine andere Serie nimmt jeder 100% seiner Punkte mit. Nur so als Ansatz ins Blaue gedacht. Wenn dann noch die vorher angesprochene Belohnung/Auszeichnung für den aufsteigenden Fahrer dazukommt, also eine Herbstmeister-Auszeichnung, fällt der Abschied bestimmt noch leichter.
Ich komme aber zurück zu meinen einleitenden Worten: Für jeden Fahrer sollte es das Ziel sein, irgendwann in der höchsten Serie der RRL zu fahren, also einfach zu den Besten und Schnellsten zu gehören. Das alleine kann ja schon ein gewisser Anreiz sein und irgendwann die Bestätigung bedeuten.
Das Auf- und Abstiegs-System am Ende der Saison kann, muss aber nicht unbedingt beibehalten werden, auch wenn dies evtl. eines der Marketing-Argumente ist, um neue und interessierte Fahrer zu gewinnen.
Da zur neuen Saison im Normalfall eine Einteilung später hinzugekommener oder auch neuer Fahrer vorgenommen wird, bedeutet nicht automatisch, dass bestehende Fahrer nicht neu betrachtet werden. Ein Blick auf die Zuverlässigkeit und auch auf die Regelmäßigkeit was zugesagte oder eingeplante Teilnahmen betrifft, sollte auch eine Rolle spielen.
Ich hoffe nun, dass ich ein wenig bei der Diskussion an dieser Stelle beitragenb konnte und entschuldigt, wenn es hier und dort etwas durcheinander gewirkt hat.
*winke*winke*